Entwicklung des Hafens
Der Hafen von Ventspils setzt sich für eine harmonische und nachhaltige Entwicklung der Region ein. Einer der Schlüsselbereiche ist die Entwicklung einer Produktions- und Dienstleistungsgemeinschaft für erneuerbare Energien, die Wartung von Windparks, die Erzeugung von Solarenergie, die Beteiligung an der künftigen Wasserstoffwirtschaft und die Mitwirkung an der Umsetzung vom Europäischen Grünen Deal umfasst.
WINDPARKS IM KÜSTENGEBIET

Der Ostseeraumplan zeigt mehrere Gebiete für den Bau von Windparks im Küstengebiet vor den Küsten Lettlands und Estlands. Das gemeinsame lettisch-estnische Projekt für Windkraft im Küstengebiet Lettlands und Estlands ELWIND in der östlichen Ostsee soll im Jahr 2030 in Betrieb gehen. Die Arbeiten an der technischen Dokumentation von ELWIND beginnen 2025, während der Bau beginnt 2028. Auch in anderen Bereichen wird ebenfalls an der Projektentwicklung gearbeitet.
Die Windparks im Küstengebiet benötigen eine Wartungsbasis im ländlichen Raum - der Hafen von Ventspils ist potenziell der günstigste und nächstgelegene Standort für die Wartung dieser Windparks. Um die spezifischen Anforderungen an die Hafeninfrastruktur für Offshore-Windparks zu gewährleisten, führt die Freihafenbehörde von Ventspils daher eine umfassende Studie durch: Studie "Bewertung der Möglichkeiten des Hafens von Ventspils für die Bedienung von Windparks im Küstengebiet und der zugehörigen Infrastruktur": Untersuchung der optimalen Lösung für die Bedienung von Windparks im Küstengebiet und der zugehörigen Infrastruktur (z. B. „Energieinsel") im Hafen von Ventspils, einschließlich der Bewertung der bestehenden Infrastruktur und ihrer Möglichkeiten sowie der Modellierung eines neuen Terminals im Nordhafen von Ventspils.
SOLARPARKS
Die Freihafenbehörde von Ventspils hat eine Reihe von Grundstücken mit einer Gesamtfläche von ca. 240 ha für die Entwicklung von Solarparks ohne Eigenverbrauch erteilt.
2022 wurden Verträge für den Bau von vier Solarparks mit einer Gesamtfläche von ca. 40 ha unterzeichnet, während ca. 150 ha für die nächste Pachtrunde reserviert sind und 50 ha privat initiiert wurden.
Gepachtetes Land:
- Krasta iela 1, Ventspils 127 857 m2;
- Mauru ceļš 27, Ventspils 107 300 m2;
- Mauru ceļš 40, Ventspils 114 642 m2;
- Mauru ceļš 56, Ventspils 55 481 m2.
Für die Entwicklung von Solarparks ist ein Erbbaurecht erforderlich: Die Mindestlaufzeit beträgt 10 Jahre, die Höchstlaufzeit 45 Jahre.
"GRÜNER WASSERSTOFF"

Die Produktion von "grünem" Wasserstoff und weiterem E-Methanol wird als Energie der Zukunft auf dem Weg zu einer fossilfreien Energie und zur Reduzierung der CO2-Emissionen angesehen. Der Hafen von Ventspils als Infrastruktur sieht große Zukunftschancen darin, sich in das Wasserstoff-Ökosystem einzufügen und sich an die künftige Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft anzupassen, auch durch den Export des im Hafen von Ventspils produzierten Wasserstoffs.
2022 trat die Freihafenbehörde von Ventspils der lettischen Wasserstoff-Allianz bei und unterzeichnete eine Absichtserklärung mit mehr als 20 Vertretern aus Industrie, Wissenschaft und Ministerien, um ein starkes und einheitliches Wasserstoff-Ökosystem und die technologische Entwicklung in Lettland zu fördern.
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Unternehmen im Freihafen Ventspils
Māris Daniševskis, Leiter der PtX-Abteilung bei SIA „PurpleGreen Energy C“ berichtet: „Lettland hat aus unserer Sicht ein enormes Potenzial, sich als Exportnation für erneuerbare Energien zu etablieren. Ein besonders effizienter Weg, erneuerbare Energie zu exportieren, ist ihre Umwandlung in molekulare Form, wie etwa E-Methanol oder grünen Ammoniak, und deren Weitertransport über die vorhandene Infrastruktur des Freihafens Ventspils. Wir wissen die bisherige Unterstützung der Verwaltung des Freihafens Ventspils sehr zu schätzen und blicken mit großer Zuversicht auf die weitere Umsetzung des Projekts.“
Uldis Ālītis, Leiter für Projektentwicklung und Innovation bei SIA „PurpleGreen Energy C“, erklärt: „Das Vorhaben stellt ein strategisch wichtiges Projekt dar – nicht nur für Lettland, sondern auch für die gesamte Europäische Union auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2050.
Die geplante Produktionsanlage soll mit einer installierten elektrischen Leistung von 550 Megawatt betrieben werden und jährlich rund 550 000 Tonnen grünen Ammoniak erzeugen. Mit der Umsetzung dieses Projekts würde der landesweite Stromverbrauch um voraussichtlich 65 bis 70 % steigen. Auch die wirtschaftlichen Effekte sind bedeutend: wir rechnen mit rund 66,4 Millionen Euro an jährlichen Steuereinnahmen für den Staatshaushalt.“
HansaMatrix Ventspils Mitglied des Vorstands Ilmars Osmanis:
– Als wir 2005 mit dem Bau der Elektronikfabrik begannen, fragte ich mich: "Wer soll in der Fabrik arbeiten?" Als Reaktion darauf gründete die Stadt eine neue Ingenieurabteilung an der Hochschule für Informationstechnologie in Ventspils; später startete das Kompetenzzentrum für Fachausbildung im nördlichen Kurland ein Ausbildungsprogramm für Elektroniktechniker. Absolventen dieser Studiengänge sind immer noch sehr gefragt, da sie exakt unseren Anforderungen entsprechen und in unmittelbarer Nähe ausgebildet werden.



