Steuervergünstigungen
Der Freihafen Ventspils als eine Sonderwirtschaftszone bietet Unternehmen erhebliche Steuervergünstigungen, die zur Reduzierung von Kosten, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie zur Förderung von Investitionen und Exporten beitragen. Gemäß den einschlägigen Rechtsvorschriften von Lettland und der EU haben lizenzierte Kapitalgesellschaften Anspruch auf direkte und indirekte Steuervergünstigungen.
Steuervergünstigungen
Lizenzierte Kapitalgesellschaften haben Anspruch auf Vergünstigungen bei der Körperschaftsteuer und der Grundsteuer von bis zu 80%. Die Förderhöhe hängt von Investitionsvolumen und Unternehmensgröße ab und beträgt bis zu 40% (große Unternehmen), 50% (mittlere Unternehmen) und 60% (kleine Unternehmen) der Investitionen.
Konkret:
- 4% Körperschaftsteuer auf Dividenden (statt 20%);
- 0% auf reinvestierte Gewinne;
- 0,3% Grundsteuer (statt 1,5%).
Wenn eine lizenzierte Kapitalgesellschaft einen Vertrag über die Tätigkeit im Freizonenregime abgeschlossen hat, so können je nach Art der Tätigkeit auch Vergünstigungen bei der Mehrwertsteuer (MwSt.), der Verbrauchsteuer und den Zöllen gewährt werden.
Einfaches und transparentes Antragsverfahren
Sie benötigen:
- einen formlosen Antrag
- eine Kopie der Satzung
- Jahresbeschlüsse der letzten zwei Jahre (falls vorhanden)
- einen Geschäftsplan (EN)
- eine Übersicht der Bewertungskriterien für die geplante Tätigkeit (EN)
- eine Erklärung zum KMU-Status (EN)
- relevante Informationen und Nachweise (EN)
- einen Investitionsplan (EN)
Wenn die Kapitalgesellschaft beabsichtigt, einen Vertrag über die Ausübung einer lizenzierten Geschäftstätigkeit im Freizonenregime abzuschließen, ist zusätzlich eine Bescheinigung der Steuerbehörde über die Eignung des Unternehmensgebiets für die Anwendung des Freizonenregimes vorzulegen.
Gewährung direkter Steuervergünstigungen
Lizenzierte Kapitalgesellschaften erhalten direkte Steuervergünstigungen ab dem Besteuerungszeitraum, in dem die Bescheinigung über deren Anwendung ausgestellt und ein Investitionsvertrag abgeschlossen wurde.
Angaben zur berechneten Vergünstigung bei der Körperschaftsteuer sind von der lizenzierten Kapitalgesellschaft gleichzeitig mit dem Jahresabschluss bei der Steuerbehörde einzureichen.
Die Ermäßigung der Körperschaftsteuer wird von der Stadtverwaltung Ventspils berechnet und gewährt.Direkte Steuervergünstigungen gelten bis zum 31. Dezember 2050.
Benötigen Sie Hilfe?
Falls Sie Hilfe bei der Erstellung von Unterlagen oder eine Beratung zum Ablauf benötigen, wenden Sie sich bitte an uns: [email protected].
Unternehmen im Freihafen Ventspils
Diana Sveces Vorstandsvorsitzende Lars Olesens:
- Die Sonderwirtschaftszone war einer der Gründe, warum wir uns für Ventspils entschieden haben. Diese gilt zwar auch in anderen Teilen von Lettland, aber für den Freihafen Ventspils sprach vor allem die gute Zusammenarbeit und Unterstützung von lokalen Regierungsinstitutionen - der Gemeinde und der Hafenverwaltung. Unser Unternehmen beschäftigt rund 180 Ventspils-Mitarbeiter, die hochqualitative Arbeit verrichten. Ventspils ist eine wunderschöne Stadt, in der jeder die Möglichkeit hat, einen interessanten Job zu finden - ein Konzert in “Jūras vārti” zu besuchen oder auf Lembergs Hūte Ski zu fahren . Die Stadt weiß, was den Menschen Freude macht.
Māris Daniševskis, Leiter der PtX-Abteilung bei SIA „PurpleGreen Energy C“ berichtet: „Lettland hat aus unserer Sicht ein enormes Potenzial, sich als Exportnation für erneuerbare Energien zu etablieren. Ein besonders effizienter Weg, erneuerbare Energie zu exportieren, ist ihre Umwandlung in molekulare Form, wie etwa E-Methanol oder grünen Ammoniak, und deren Weitertransport über die vorhandene Infrastruktur des Freihafens Ventspils. Wir wissen die bisherige Unterstützung der Verwaltung des Freihafens Ventspils sehr zu schätzen und blicken mit großer Zuversicht auf die weitere Umsetzung des Projekts.“
Uldis Ālītis, Leiter für Projektentwicklung und Innovation bei SIA „PurpleGreen Energy C“, erklärt: „Das Vorhaben stellt ein strategisch wichtiges Projekt dar – nicht nur für Lettland, sondern auch für die gesamte Europäische Union auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2050.
Die geplante Produktionsanlage soll mit einer installierten elektrischen Leistung von 550 Megawatt betrieben werden und jährlich rund 550 000 Tonnen grünen Ammoniak erzeugen. Mit der Umsetzung dieses Projekts würde der landesweite Stromverbrauch um voraussichtlich 65 bis 70 % steigen. Auch die wirtschaftlichen Effekte sind bedeutend: wir rechnen mit rund 66,4 Millionen Euro an jährlichen Steuereinnahmen für den Staatshaushalt.“




